Da ich immer wieder Fragen bezüglich der Bakelitherstellung und aus welchen Material Bakelit überhaupt entsteht, habe ich es hier niedergeschrieben.

Bakelit ist ein Parafin-Benzin Gemisch mit Benolharz als Bindemittel. Es wurden Abfälle wie Holzmehl, Ziegelmehl, Steinmehl und Textilreste dazugegeben. Die fertige Masse wurde hydraulisch mittels beheizten Formen gepresst. Zur Nachbearbeitung empfiehlt sich natürlich die Bakelitpolitur, die man heute nur mehr schwer findet, als auch einfache Mittel zur Glanzerziehlung wie Vaseline oder Auto-Cockpitpflegen. Bakelit ist gegen Säuren sowie Kraftstoffe (Benzin) resistent. Mann würde auch mit direkten Benzin gute Ergebnisse erzielen. Bakelit ist nicht brennbar, sofern man nicht mit dem Gasbrenner längere Zeit draufhält, da hier Brandblasen entstehen könnten. Es war in der Herstellung billig und konventioneller als die typischen Holz, Alu, Eisen und Keramikgegenstände. Bakelit erlebte vor allem in der Elektroindustrie den Boom, viele Hersteller verzichteten auf das teure Keramik und stellten fast ausschließlich auf das billige Bakelit um. Schalter, Stecker, Dosen, Verteilungsdosen etc. wurden nun aus Bakelit hergestellt. Auch Haushaltsgeräte oder Telefone (W40) wurden mit dem neuen Material Bakelit gefertigt. Ende der 60er verschwand Bakelit fast vollständig zur Produktion von Radio und Elektroartikeln, das moderne PVC hatte sich hier durchgesetzt. Bakelitvorkommen findet man heute noch ausgewählt im Haushalt, für Griffe an Pfannen, Bügeleisen, Kochtöpfen etc.

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