Auf dieser Seite möchte ich die Gemeinschaftsempfänger näher vorstellen.

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Volksempfänger VE 301 Radioapparat
Erfindung: Otto Griessing
Produktion: Roland Brandt 1933-1939

VE301B2 (Batterie2) von 1934 Rückkopplungs- Einkreis - Empfänger.
MW, LW. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden.
Batterie- Modell,
Freischwinger- Lautsprecher.
Stromsparschaltung.
Antenne- und Erde an linker Gehäusewand.

VE301G (Gleichstrom) 1933 Rückkopplungs- - Einkreis - Empfänger.
MW, LW. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden.
Gleichstrom, 110V, 150V, 220V.
Freischwinger- Lautsprecher.
Antenne- und Erde an linker Gehäusewand.

VE301B (Batterie) Ende 1933 Rückkopplungs- Einkreis - Empfänger.
MW, LW. Antenne muss beim Bandwechsel umgesteckt werden.
Batterie- Modell, braucht Heiz- und Anodenbatterie.
Freischwinger- Lautsprecher.
Antenne- und Erde an linker Gehäusewand.

VE301W (Wechselstrom) 1933/34 aus Bakelit (Pressstoff)

Der erste und letzte VE Nachbau von der Firma "VEB Elektro-physikalische Werke, Neuruppin" der ehemaligen DDR. Export über Hensi Deutschland, 'Hensi V10', gebaut in den 1980iger Jahren. Die Suche im Netz ergibt sich als fast aussichtslos, als hätte diese Firma nie existiert. Es kam nur eine geringe Stückzahl der Nachbauten raus. Das Gerät verfügte über UKW und MW

 

VE301 Dyn und der Deutsche Kleinempfänger DKE38

 

Deutscher Kleinempfänger DKE38:

 Mit einem restaurierten DKE38 kann man auch noch heutzutage zahlreiche Sender mit einer Langdrahtaussenantenne (min 10 m Länge) und einer Verbindung mit Erde (sprich Wasserleitung oder PE Anschluss an der Steckdose) empfangen. Sender wie Deutschlandfunk, Ö1, italienische und kroatische senden nach wie vor auf MW und LW aus. Dies wird auch nicht so schnell eingestellt wie manche Leute vermuten. Natürlich ist der Ton etwas stumpfer wie bei heutigen Lautsprechern. Er kommt Monoton heraus, die Membrane sind damalig üblich stark aufgehängt. Die Lautstärkeregelung am DKE38 sowie am VE301 und am VE301DYN wurden mittels der Rückkopplung eingestellt. Bei aufspüren eines einfallenden Senders wurde die Rückkopplung niedrig gehalten, man "zieht" sich das Signal mittels dem Frequenzrad noch mal her und zieht anschließend die Rückkopplung etwas an, so dass ein Radiosender zu hören ist. Die Lautstärke verändert man dann durch nochmaliges anziehen der Rückkopplung nach rechts (lauter aber weniger Trennschärfe)) und links (leiser hohe Trennschärfe).

(DKE 38)
Radioapparat
Produktion: Radio - Ika
Litzmannstadt, um 1940
aus Bakelit,
24 x 24 x 13,5 cm

Auffällig am DKE38 ist das fehlende Metalchassis gegenüber früherer Modelle, zwecks niedrigere Produktionskosten.

Der “Deutsche Kleinempfänger” war das billigste, auf dem Markt erhältliche Gerät. Es wurde sowohl für Netz- als auch Batteriebetrieb konzipiert. Mit nur 2 Röhren war es ein ausgesprochen empfangsstarkes Gerät. Der Deutsche Kleinempfänger wurde aufgrund der großen Lagerbestände an Bauteilen nach dem Krieg von einigen Radioerzeugern weitergebaut. Zu erkennen sind diese - heute unter Sammlern sehr gefragten Geräte in erster Linie am fehlenden Emblem. Die weiter gebauten Geräte wurden nach dem Krieg DKE50 genannt.

Sondermodell DKE 38 Ungarn

DKE 38 in ungarischer Lizenzfertigung, ein sog. "Neparadio", mit rötlichem Bakelit. Es gab ihn parallel zum 38er, es handelte sich um eine Billigversion ohne Kurzwellenteil - damit war der Empfang vom Ausland stark eingeschränkt. Findige Köpfe bauten dennoch während dem Krieg Kurzwellenvorsätze um die Empfangsleistung zu verbessern.

Das Gerät wurde um 1938 - 1942 mit deutschen Bauteilen von Philips in Ungarn hergestellt.

Heute nur noch wenige Stücke in engsten Sammlerkreisen zu finden.

Volksempfänger VE 301 DYN W in der Standart Variante

mit Reichsadler und Emblem links und rechts.

1938 ersetze das neue Volksempfängermodell VE 301dyn für 65 Reichsmark den alten VE 301.

 

Das Hören ausländischer „Feindsender“ war während des Krieges verboten. Beim Kauf jedes Volksempfängers wurde ein rotes Warnschild mitgeliefert, auf dem zu lesen war:

 

Dieses Schild wurde meist  am Wahlschalter der Volksempfänger "aufgehängt".

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